In der Gaffel – Teil 2

So, versprochen ist versprochen, deshalb hier nun endlich der 2. Teil der Gaffel Geschichte.

Wie in vielen anderen Kneipen, nicht nur in Köln, sondern in ganz Deutschland, so üblich, kam Marion, unsere Wirtin, eines Tages auf die glorreiche Idee, dass es doch ganz schön wäre, wenn wir eine Thekenmannschaft gründen würden. Wer jemals in ihre Augen gesehen hat, der wird verstehen, dass wir uns diesem Wunsch auf Dauer nicht widersetzen konnten und so verpflichteten wir erstmal jeden, der einigermaßen unfallfrei geradeaus laufen konnte. Einigen haben wir sogar vorerst verschwiegen, dass sie das irgendwann auch mal mit einem Ball am Fuß erledigen müssen.[Weiterlesen]

Ohne Training und ohne überhaupt mal darüber gesprochen zu haben, wer denn auf welcher Position spielen kann, hatte Klaus, unser Wirt, bereits das erste Spiel vereinbart. Zum Glück hatten wir ein paar Jungs in der Mannschaft, die in der 2., oder sogar 1. Mannschaft bei Rot-Weiß Zollstock kickten, das waren aber zu wenig, um eine wirklich schlagkräftige Truppe auf den Platz zu schicken, der es sogar gelingt, dass eine oder andere Spiel zu gewinnen. Immerhin haben wir dann aber doch für das 1. Spiel 11 Mann und sogar ein paar Reservespieler zusammenbekommen.

Wenn ich mich jetzt nicht ganz irre, war unser erstes Spiel gegen die Lamplight Kickers und es hat 90 Minuten wie aus Eimern geschüttet. Die Platzverhältnisse waren dementsprechend ähnlich dem, des Spiels Deutschland gegen Polen bei der WM 1974 im Frankfurter Wald Stadion, nur mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass wir auf einem Aschenplatz antreten mussten, während die Herren Beckenbauer, Overath, Müller und Co. Ihr Können auf einem Rasenplatz zeigen durften.

Wer jemals selbst Fußball gespielt hat, oder nur mal bei strömendem Regen durch einen Sandkasten gelaufen ist, der wird wissen, welcher Tortur man sich bei diesen Bedingungen aussetzt.

Mir bleibt dieses Spiel aber noch aus einem anderen Grund in Erinnerung. Irgendwann im Verlauf des Spiels ging ich zum Kopfball hoch und spürte plötzlich etwas Hartes am Hinterkopf. Der hinter mir stehende Gegenspieler war ebenfalls zum Kopfball hochgegangen. Ich muss wohl kurz mit den Schuhen im Schlamm steckengeblieben sein, ansonsten hätte ich meine sportlich, durchtrainierten 182 cm natürlich über ihn geschraubt. So traf er den Ball und ich seinen Unterkiefer. Als ich mich umdrehte, um nach ihm zu sehen und mich evtl. entschuldigen zu können, blickte ich in in ein von wenigen braunen Stummeln unterbrochenes, schwarzes Loch. Um Himmels Willen, jetzt hast Du dem armen Kerl alle Zähne rausgehauen, war mein erster Gedanke und ich überlegte bereits, ob ich ausreichend versichert bin, als das schwarze Loch zu mir sprach:

„allef juut Jung, nixf paffiert“.

Wir gewannen, auch in dieser Höhe hochverdient, tatsächlich 4:3 gegen die Lamplight Kickers und hatten alle so viel Spaß, dass wir beschlossen unsere Serie von ungeschlagenen Spielen weiter fortzusetzen.

Ich weiß nicht, ob Marion nach dem Spiel auch noch so begeistert von ihrer Idee mit der Thekenmannschaft war. Zum einen sah die schöne „Gaffel“ nach unserer Rückkehr aus, wie vorher der von uns bespielte 16m Raum auf dem Aschenplatz, zum anderen hatte sie bereitwillig die Aufgabe übernommen, unsere Trikots zu waschen. Gerüchten zufolge soll sie Sponsorenangebote der zu der Zeit führenden Waschmittelhersteller Omo, Persil und Dash bekommen haben und Klementine von Ariel wollte sogar das bügeln übernehmen.

Von Omo gibt es die schöne Geschichte mit Peter Müller, einem bekannten Kölner Boxer aus den 60-er Jahren, der bis zu seinem Tod, 1992 in Zollstock auf der Vorgebirgsstraße wohnte. Omo hatte eine Werbung, in der die Leute auf der Straße gefragt wurden „was halten sie von Omo?“. Ein Kölner Lokalreporter stellte dann wohl auch Peter Müller, Spitzname „de Aap“ (der Affe), diese Frage, der sie so beantwortet haben soll:

„Ich kenne dä zwar nitt, ävver ich jläuv, ich schlaare dä en dr 4. Rund ko“

„Ich kenne ihn zwar nicht, aber ich glaube, ich schlage ihn in der 4. Runde ko“

Um es vorwegzunehmen, die Trikots waren bis zum nächsten Spiel frisch gewaschen und die Erfolgsgeschichte des neu gegründeten „FC Gaffel“ konnte beginnen.

Nach und nach kamen neue Spieler dazu, die, wie zum Beispiel mein Freund Cissi, ihre alte Stammkneipe, incl. deren Thekenmannschaft verließen, um für die Gaffel kicken zu können. Die Ablösesummen bewegten sich damals noch im Kölsch Kranz (ca. 13 Gläser Kölsch) bis max. Pittermännchen (10 l Fässchen) Bereich, für etwas schwächere Spieler war sogar nur der Flaschenpfand fällig und NEIN, ich war ablösefrei.

Der „FC Gaffel“ machte sich schnell einen Namen, Klaus erhielt immer wieder Anfragen für Freundschaftsspiele und Freizeit Turniere, die er natürlich gerne annahm und uns mit einem spendierten Satz blauer Trikots auch die nötige Ausstattung spendierte.

Das Gemeinschaftsgefühl auf dem Platz übertrug sich an die Theke und umgekehrt war es genauso. Wir waren eine Einheit und der gute Sepp „11 Freunde sollt ihr sein“ Herberger, Trainer der Wundermannschaft vom WM Finale 1954 in Bern, hätte seine helle Freude an uns gehabt.

Wir brauchten kein Training und dementsprechend auch keinen Trainer. Die Aufstellung machten die arrivierten Spieler, die schon bei Rot Weiß Zollstock zu den Leistungsträgern zählten. Das war für die anderen Jungs, zu denen unter anderem ich zählte, kein Problem, auch wenn ich zugeben muss, dass ich natürlich gerne öfter gespielt hätte, aber selbst im Freizeit Fußball geht es um den Erfolg und dem muss man sich nun mal unterordnen.

Mir gefiel nur nicht, wenn plötzlich sogenannte „Gastspieler“ auftauchten, die ein-, zweimal zur Verstärkung dazu geholt wurden, wenn es gegen einen vermeintlich starken Gegner ging.

Es kam das Fußball Turnier, Pfingsten 1984, das keiner, der in dieser Zeit auch nur einen Fuß in die Gaffel gesetzt hat, jemals vergessen wird und von dem wir wahrscheinlich noch unseren Enkeln erzählen werden. Vielleicht sollten wir die Feierlichkeiten aber besser weglassen, oder zumindest nur in einer jugendfreien Version erzählen.

Wir spielten in der Vorrunde gegen den „FC Ettelt“, den Veranstalter des Turniers, den Lokalrivalen, den „Erzfeind“, von dem Cissi, der Danze Hein und ein paar andere zu uns gewechselt waren. Derbys sind das Salz in der Suppe einer jeden Fußball Liga. Egal ob in Spanien Real Madrid gegen den FC Barcelona spielt, in Italien der AC gegen Inter Mailand antritt, sich in Schottland Glasgow Rangers und Celtic Glasgow messen, oder in der Bundesliga Schalke 04 auf Borussia Dortmund trifft. Wer erinnert sich nicht an die großen Duelle bei Welt- und Europameisterschaften zwischen Deutschland und der Niederlande, oder Brasilien gegen Argentinien. Das sind Spiele, in denen jeder Fußballer auch umsonst antreten würde. Wer für so ein Derby eine, wie auch immer geartete, Motivation braucht, sollte schleunigst die Sportart wechseln.

Der „Ettelt“, nach dem Inhaber Hans Ettelt benannt, der dann wiederum auch Namensgeber für die Thekenmannschaft war, war die von meiner Ma als „Kaschemme“ betitelte Kneipe gegenüber von meinem Elternhaus, von der ich in meiner letzten Geschichte erzählt habe. Sie lag gerade mal ca. 300 m von der Gaffel entfernt und allein durch diese Nähe erklärt sich die vorhandene Rivalität schon von selbst.

Das Spiel verloren wir mit 0:5 und dementsprechend demoralisiert saßen wir abends an der Theke. Keiner traute sich etwas zu sagen, zu klar und deutlich war diese Klatsche für uns. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass wir davor oder danach ein Spiel so hoch verloren haben.

In die Stille platzte die Aufforderung von Klaus „macht die Rollläden runter und bezahlt eure Deckel“.

Uns allen war klar, dass Marion und er nach dieser peinlichen Pleite mächtig angefressen sein mussten und wollten uns gerade auf den Heimweg machen, als Klaus uns zurück beorderte.

„Ab sofort gehen alle eure Getränke auf Marion und mich“.

Sofort wurde die Stimmung positiver und mit jedem weiteren Kölsch wurden wir auch wieder optimistischer. Keiner stand mehr am Flipper, oder zockte am Spielautomaten – wir standen alle, im wahrsten Sinne des Wortes, zusammen an der Theke.

Über Siege in den restlichen Gruppenspielen und im Halbfinale schafften wir es dann tatsächlich ins Finale, in dem wir wieder auf den „FC Ettelt“ trafen.

Ich glaube, es hat nie wieder ein Spiel unserer Thekenmannschaft gegeben, vor dem jeder von uns frühzeitig und stocknüchtern ins Bett gegangen ist. Wir waren auf den Punkt topfit und motiviert bis in die letzte Haarspitze unserer damals noch vollen Haarpracht.

Es war ein würdiges Finale, das wir im Elfmeterschießen für uns entscheiden konnten. Ob für den FC Ettelt Spieler mit englischen Wurzeln geschossen haben, habe ich leider nie erfahren, auszuschließen wäre es jedenfalls nicht.

Es folgte eine Triumpf Fahrt zurück zur Gaffel nach Zollstock und wir fühlten uns wie der 1.FC Köln nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Stolz präsentierten die glorreichen Helden den Sieger Pokal. Hans Ettelt hatte sich nicht lumpen lassen und einen Riesenpokal spendiert, der dem Cup der Landesmeister, heute Champions League,  sehr ähnlich war.

Ein Teil des Siegerteams und ihr Maskottchen (rechts) 😉

Nach den ersten Kaltgetränken an diesem brütend heißen Pfingstmontag, zogen sich die meisten Fans erstmal zurück, um sich ein wenig für die große Siegerparty am Abend frisch zu machen. Zurück blieben die bereits nach dem Spiel frisch geduschte und frisierte Mannschaft und ein paar wenige Hartgesottene.

Tja, wie erzähle ich das was jetzt kommt am besten? Ich versuche es mal mit einer Geschichte in einer Geschichte:

Stehen 2 junge Männer an der Theke. Sagt der eine:

„weißt du, worauf ich jetzt Bock hätte?“ und ergänzt, ohne die Antwort abzuwarten, „mich nackig zu machen“

Darauf der andere:

„ok, dann lass uns das doch tun“

Ruck zuck ziehen die 2 sich aus, werfen ihre wenigen Klamotten auf den Boden und stellen sich, als wäre es das normalste auf der Welt, wieder an die Theke.

Auf der Eckbank sitzen 3 Jungs, die die Szene beobachtet haben und entledigen sich ebenfalls ihrer Kleidung, wie auch der Typ am Flipper, der, der gemütlich am Spielautomaten saß und innerhalb kürzester Zeit auch der Rest der Kneipengäste. Nur das Wirtsehepaar, ich nenne sie mal Klaus und Marion, blieben angezogen. Weibliche Gäste waren zu dem Zeitpunkt (leider) nicht in der Kneipe.

Nach einer kurzen Weile geht es weiter, als wäre nichts geschehen, nur mit dem Unterschied, dass jetzt ein nackter Kerl am Flipper steht, ein anderer nackter Typ am Spielautomaten sitzt und auf die 100-er Serie hofft, drei nackte Jungs um ein Knobelbrett sitzen und der Rest einfach nur miteinander quatschend, aber natürlich ebenfalls nackt, sich in der Kneipe verteilt hat.

  1. Akt (hier dürfen gerne beide Definitionen verwendet werden)

Die Tür geht auf, herein kommt ein junges Pärchen und stellt sich an einen freien Platz an der Theke.

Klaus, der (angezogene) Wirt: „was darfs denn sein?“

Gast, ebenfalls angezogen: „2 Kölsch bitte“

Sie bekommen 2 leckere, frisch gezapfte Kölsch und beginnen sich zu unterhalten, als sie plötzlich stutzt, sich umsieht und leise zu ihm sagt

„Du, die sind ja alle nackt“

Im ersten Moment wird er wahrscheinlich am Verstand seiner Freundin gezweifelt haben, oder dass sie eine, bei den an dem Tag herrschenden Temperaturen durchaus mögliche, Fata Morgana gesehen hat.

„Du hast Recht“ und gleich im nächsten Satz, zu Klaus gewandt

„Kann ich zahlen, bitte“

Klaus kassierte die 2 Kölsch ab und so schnell wie sie gekommen waren, waren sie auch wieder verschwunden und kehrten nie wieder zurück.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rätseln sie noch heute über die vielen nackten Männer in der Gaffel.

Ende der Geschichte in der Geschichte.

Nach und nach kehrten die jetzt nun auch frisch geduschten und frisierten Stammgäste zurück, unter denen natürlich auch einige Frauen waren. Unsere Nudisten Kicker ließen sich davon aber herzlich wenig beeindrucken machten jetzt, teilweise schon gut angeheitert, sogar Fotos von ihrem „Auftritt“. In den tiefsten Katakomben der Kölner Südstadt soll es der Sage nach sogar noch einen hinter dicken Betonmauern verborgenen, unknackbaren Stahltresor geben, in dem die Bilddokumente aufbewahrt werden. Darunter befindet sich leider auch das Bild eines jungen Mannes, dessen Name ich vergessen habe, der zu vorgerückter Stunde sein bestes Stück in ein kleines Kölschglas legte und stolz fotografieren ließ.

Dieses Highlight der Aktfotografie löste zwar keine Erektionen, aber dafür umso mehr Reaktionen aus und noch heute spricht jeder vom „Goldfisch im Kölschglas“, wenn man dieses Foto erwähnt.

Der guten Ordnung halber möchte ich erwähnen, dass der Rest des Abends dann wieder angezogen und, so weit das nach diesem Tag überhaupt noch möglich war, zivilisiert ablief.

Unser Sieg beim Pfingst-Turnier des Erzrivalen und die anschließenden Feierlichkeiten waren aber nur eins von vielen, vielen unvergesslichen Erlebnissen, die ich in der Gaffel hatte.

Ich denke heute noch oft und gerne an diese Zeit zurück. Zum Beispiel an Petra, die mit Marion in der Miniküche Frikadellen oder Rievkooche (Reibekuchen) brutzelte und dabei beim Zwiebel schälen beinahe in ihrem eigenen Träneneimer ertrunken wäre, oder an die Sparverein Auszahlung zur Weihnachtszeit, bei der ich den Nikolaus spielen durfte. Die Männer bekamen einen Handschlag, die Frauen ein Bützje (Küsschen) und ich, ganz Kavalier, genoss (das Bützje, nicht den Handschlag) und schwieg – bis heute.

Zum Abschluss noch kurz die Geschichte der Nubbelverbrennung, einem am letzten Karnevalstag, dem Dienstag, üblichen Brauch, bei dem der Schutzpatron der Karnevalsjecken feuerbestattet wird. Mangels bibelfester und hochgeistlicher Konkurrenz hatte man mich mal wieder auserkoren, den Pfarrer zu spielen, aber ok, was tut man nicht alles, wenn man kein Geld dafür kriegt.

Ganz in schwarz gewandet, mit passender schwarzer Mütze und Bibel in der Hand, bereitete ich mich auf den Zeremonie vor, als mir einfiel, dass ich ja gar keinen Sprengel hatte. Das ist dieses Ding, mit dem der Pfarrer seine Schäflein in der Kirche mit Weihwasser bespritzt. Heute nennt man so ein Teil „Aspergill“.

Da in meiner „Gemeinde“ mehr Hammel als Schäflein waren, brauchte ich auch keine Rücksicht bei der Wahl der Utensilien nehmen und entschied mich für die Klobürste vom Männer WC als Ersatz Sprengel. Die war sogar noch nass genug von der letzten Benutzung.

Ich ging, eine möglichst lustige Trauerrede haltend, ein paar mal vor der Gaffel auf und ab, hinter mir die Nubbelträger und dahinter die tieftraurige Gemeinde, als mir der arme Kerl plötzlich leid tat und ich ihm einen würdigeren Abgang ins Jenseits gönnen wollte. Als wäre es ein Wink des Himmels, fuhr in dem Moment die KVB Linie 12 an der Haltestelle ein. Ich lotste die gesamte Trauergemeinde, samt Nubbel in die Bahn und wir fuhren mit bis zur Endhaltestelle „Südfriedhof“. Das waren zwar nur ca. 500 m, aber um den Höninger Weg durch die Polizei absperren zu lassen und die Prozession sicher zum Friedhof zu führen, war es bereits zu spät.

Als wir aus der Bahn wieder ausgestiegen waren, fand ich meine Idee irgendwie gar nicht mehr so gut. Der „Drecksack“ hatte uns in den letzten 5 Tagen zwar jede Menge Spaß bereitet, aber auch reichlich Kopfschmerzen, Heiserkeit und akute Geldknappheit, also dirigierte ich uns wieder Richtung Gaffel – mein Wille geschehe.

Es gab zwar den einen oder anderen Fluch, besonders von den immer müder bzw. betrunkener werdenden Trägern, die ich aber als Mann der Kirche großzügig überhörte – Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Die Gaffel war an diesem Tag wahrscheinlich die letzte Kneipe in Köln, die ihren Nubbel in Flammen aufgehen ließ, aber das war egal. Ich hatte meine Pflicht erfüllt, die Trauergemeinde hatte längst die vom Fußmarsch getrockneten Kehlen mit frischem Kölsch gespült und sogar die Klobürste fand ihren Weg zurück ins Männer WC – Ente gut, alles gut.

Die Jahre 1980 bis 1985 waren für uns alle eine ganz besondere Zeit, nicht zuletzt wegen Klaus und seiner Marion, die sich, man möge mir an dieser Stelle den vulgären Ausdruck verzeihen, ihre süßen Knackär…e für uns aufgerissen haben. Ich bin der Meinung, dass man auch nur so in der Gastronomie überleben kann. Heute haben die 2 mit Cissi und seiner Petra würdige Nachfolger gefunden, wenn auch in einer anderen Kneipe und mit einigen Jahren Verspätung. Die Gaffel ist zwar heute noch eine Kneipe, erreichte aber nie mehr diesen legendären Status, wie unter Klaus und Marion.

Ich bin stolz, glücklich und sehr dankbar, dass ich alle 4, plus ein paar wenige andere, auch heute noch zu meinen besten Freunden zählen darf.

PS: Ich habe übrigens die „wir“ Form gewählt, obwohl ich selbst keine Minute auf dem Platz gestanden habe, mich aber, wie jeder andere Gaffel Fan auch, dem Team zugehörig fühlte.

10 Kommentare zu “In der Gaffel – Teil 2

  1. Luise Kammerich

    Also eins muss man Dir lassen Manni, beim lesen fühlt man sich direkt wieder in die alte Zeit zurück versetzt. Toll geschrieben 👍😊

    • Manni Schmitz

      Danke schön, liebe Luise, beim schreiben auch 😉 es war sehr schön, mir nochmal diese Zeit ins Gedächtnis zu rufen.

  2. Super geschrieben, lieber Manni. Oh ja, wir hatten jede Menge Spaß. Und übrigens: ich habe den Schlüssel zu diesem Stahltresor.

    • Manni Schmitz

      Danke schön, liebe Marion, ohne euch 2 wäre dieser Spaß gar nicht möglich gewesen. Pass gut auf den Schlüssel auf, irgendwann ist das “Goldfisch Bild” mal wertvoller, als die Mona Lisa 😉

  3. Anja Sidiropoulos

    Danke Manni für die tollen Geschichten. Jetzt können sich meine Kinder in etwa vorstellen, wie toll die damalige Zeit war

    • Manni Schmitz

      Danke schön, liebe Anja, ich bin sehr froh, dass Deine Kinder schon erwachsen sind, sonst müsste ich nachträglich noch ein paar Stellen schwärzen 😉 Liebe Grüße 🙂

  4. Hallo Manni😉
    Die gute alte Zeit.
    Wie gern erinnere ich mich an meine Jugendzeit und
    wenn ich deine wunderbaren Zeilen lese,fühle ich mich zurück versetzt und denke mit Wehmut an diese schöne und unvergessliche Zeit.
    Dicken Knuddler aus der Ferne😘

    • Manni Schmitz

      Hallo Hexchen 🙂 Da sagst Du was. Ich bin froh, dass ich diese Zeit (mit)erleben durfte und das ich sie heute noch aus dem Gedächtnis abrufen kann 🙂 Liebe Grüße :-*

  5. Petra Hahn

    Was gibt es schöneres , als deine Geschichten zu lesen 😀 Ich hoffe , dass du noch viel zu erzählen hast und ich noch viel lesen und erfahren darf .

    Mach weiter so … und wann erscheint endlich dein Buch ??

    LG Ich

    • Manni Schmitz

      Danke schön, mein Lieblingshähnchen 🙂 ich freue mich, dass Dir meine Geschichten so gut gefallen und hoffe, es kommen noch einige dazu. Kommt Zeit, kommt Buch – nur kein Stress. Fast alle großen Schriftsteller haben Jahre gebraucht, ihre literarischen Werke zu veröffentlichen, warum soll ich mich da ausnehmen 😉 Liebe Grüße aus Colonia

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