Das Ende eines Traums – Teil 6 – das Jahr 2011

Den Jahreswechsel verbrachte ich zwar diesmal nicht alleine, sondern mit einer alten Freundin, die ich über wkw wiedergefunden hatte, aber wahrscheinlich hätte ich es nicht mal gemerkt, wenn Ruth überhaupt nicht da gewesen wäre. Dazu werde ich aber an anderer Stelle noch etwas ausführlicher schreiben.[weiterlesen]

Die ersten Wochen des Jahres hörte ich nicht viel aus München, weder von Jürgen, noch von Kai und auch nicht von Herrn R. Ich habe leider nie erfahren, was Herr R. den zwei gesagt hat, positiv kann es nicht gewesen sein, sonst hätten sie sich mir gegenüber nicht so zurückgehalten. Dafür zogen sie ab Ende Februar, Anfang März wieder voll durch.

Nach der Februar Tagung verlangte Jürgen plötzlich Tages- und Wochenberichte von mir. Das war an und für sich kein Problem, bei SPHE hatten wir die, wenn auch etwas widerwillig, auch schreiben müssen. Der Unterschied war, dass ich der Einzige war, den Jürgen dazu verdonnerte und seine Maßnahme eine reine Schikane war. Inzwischen war ich aber sowohl bei ihm, als auch bei Kai R. längst über den Punkt hinaus, dass mir das was ausgemacht hätte und selbst wenn, hätte ich es mir nicht anmerken lassen. Dumme Menschen straft man am besten, in dem man sie ignoriert oder um es mit Konfuzius zu sagen:

„erzürne nicht, setz dich ans Ufer und warte bis die Leichen deiner Feinde vorbeitreiben“

In jungen Jahren wäre ich in solchen Situationen explodiert, hätte meinen Kontrahenten die Meinung gegeigt oder mich zumindest gewehrt. Jetzt dachte ich an mein „Chefchen“, Günter S., aus meiner SPHE Zeit, der mir immer wieder gesagt hat, dass ich diplomatischer und ruhiger werden müsse. „sei geduldig, warte ab was passiert und wie sich die Dinge entwickeln und dann handele klug“. Er hatte damit absolut Recht, ich war immer schon ein Heißsporn, vor allen Dingen dann, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte. Geduld gehörte leider ebenfalls nie zu meinen Stärken, im Gegenteil, sie war eher eine meine größten Schwächen, ganz einfach deshalb, weil mir nichts wert genug erschien, um lange darauf zu warten.

Mein einziger Ansprechpartner, auf dessen Meinung ich auch bis zum letzten Tag sehr viel wert legte, war Herr R., der Geschäftsführer. Ihm teilte ich die Anordnung von Jürgen in einer meiner nächsten Mails mit, was zur Folge hatte, dass Herr R., auf der März Tagung, die Tages- und Wochenberichte für jeden Außendienstkollegen anordnete. Damit lag der schwarze Peter wieder bei Jürgen, der diesen Unfug ins Leben gerufen hatte. Die „Begeisterung“ meiner Kollegen kann sich sicher jeder lebhaft vorstellen.

Aus einer Antipathie war längst ein Konflikt geworden und aus diesem Konflikt dann ein Krieg entstanden.

Der Sommer ist schon seit Anbeginn der Filmgeschichte die saure Gurkenzeit in der Branche, weil die Menschen sich abends lieber in den Biergarten setzen, oder in Urlaub fahren, anstatt sich einen Film anzusehen. Mir war es trotzdem gelungen, eine schöne DVD und Blu-ray Werbeaktion mit einem großen Media Markt in Düsseldorf zu vereinbaren. Der Auftragswert für EuroVideo und Concorde lag bei ca. 12.000 Euro. Ich hatte mich komplett an die Mindestpreisvorgaben aus Ismaning gehalten und dem Markt lediglich einen kleinen Werbekostenzuschuss gezahlt, wovon der allerdings dann auch eine Flyer Werbung im Markt zu finanzieren hatte. Eine Standardvereinbarung, wie sie fast täglich in den Saturn und Media Märkten gemacht wurden.

Als ich 4 Wochen später wieder zu diesem Kunden komme, wunderte ich mich gleich, dass ich die Werbetitel nirgendwo auf der Fläche gesehen habe. Auf meine Nachfrage beim Verkaufsleiter, mit dem ich die Werbung auch besprochen hatte, antwortete mir dieser: „wenn ihr endlich mal liefern würdet, könnten wir auch mit der Werbung anfangen, wir haben bis jetzt aber noch keine Ware von euch erhalten“. Ich ahnte Böses und rief gleich bei Oliver R., meinem Innendienstkollegen in Ismaning an. Der stotterte sich erstmal einen zurecht und wollte mir weismachen, dass kein Auftrag vorliegen würde. Zum Glück habe ich meine Aufträge aber von Anfang an durchnummeriert, bevor ich sie zu ihm ins Büro faxte und so konnte ich ihm auch sehr schnell nachweisen, wann und mit welcher Nummer ich ihm den Aktionsauftrag geschickt hatte. „Äääh, ja, äääh, ich muss dir da wohl was sagen. Ich habe von Jürgen die Anweisung, dass ich ihm jeden Deiner Aufträge vorlegen muss, kann sein, dass der den dann nicht freigegeben hat“. Es blieb mir nichts anderes übrig, als die Werbung zu stornieren, auch wenn das bedeutete, dass ich damit für alle Zeiten raus war.

Mir ging es nicht um den Verlust der Provision, die war eh nur ein ganz geringer Teil meines Gehalts und außerdem sehr leicht von den Vertriebsleitern steuerbar. In den starken Monaten wurden die Gutschriften aus Werbekostenzuschüssen und Retouren gebucht, was man in schwachen Monaten nicht nötig hatte, weil die Provision da eh kaum ins Gewicht fiel.

Die Einkäufer in den Märkten müssen sich auf ihren Vertreter verlassen können und wenn sie merken, dass der keine Rückendeckung vom Unternehmen hat, gehen sie schlimmstenfalls in Zukunft direkt über den Vertriebsleiter, was dann sogar in einem späteren Fall, auf den ich noch kommen werde, passiert ist.

In den fast 20 Jahren bei SPHE habe ich diese Rückendeckung immer gehabt, mit Ausnahme eines Vertriebsleiters, der meinte mich vor einem Kunden bloßstellen zu müssen. Der war allerdings nicht lange da, was aber nicht nur an mir und meinem Problem mit ihm lag.

Bei EuroVideo war das komplett anders. Da musste man hoffen, dass die mit einem Markt getroffenen Vereinbarungen nicht in letzter Sekunde von Jürgen O. abgelehnt wurden. Wer jemals im Außendienst gearbeitet hat wird wissen, dass man so ganz schnell zum Auftragsabholer degradiert wird. Ich habe mich nie als Abholer gesehen, sondern immer als Vermittler zwischen Kunde und Anbieter. Nur wenn man diesen schmalen Grat bewältigt, ohne weder den Kunden, noch das eigene Unternehmen dauerhaft zu übervorteilen bzw. zu benachteiligen, kann man im Außendienst erfolgreich sein.

Irgendwie schien Oliver R. nach der schiefgegangenen Werbung etwas gutmachen zu wollen. Ich hatte ihm ein paar Tage später deutlich meine Meinung gesagt und ihn erst freundlich, dann, als er meinte das ablehnen zu müssen, etwas eindringlicher, darum gebeten, mir den vollständigen Eingang meiner Faxe per Mail zu bestätigen.

Einen Vorwurf konnte ich ihm aber dennoch nicht machen, weil ich wusste, dass das nicht von ihm kam, sondern er von Jürgen und Kai gesteuert, wenn nicht gar dazu aufgefordert worden war, mir das Leben schwerzumachen. Vielleicht erzählte er mir deshalb auch in einem Telefonat über unsere privaten Handys, von den doppelten Kundennummern und den dadurch leicht zu manipulierenden Umsatzlisten. Als Beispiel nannte er den Saturn am Kölner Hansaring, meinem größten Markt, der zwei Kundennummern hatte. Über die eine, die auf mich geschlüsselt war, liefen die Neuheitenumsätze, aber auch die Gutschriften für Werbung, Retouren, Stapelvereinbarungen, etc. Die andere Kundennummer war auf Kai R. angelegt und auf dieser wurden die Umsätze durch Werbungen, Sonderaktionen, oder Stapelvereinbarungen gebucht.

Wie minderwertig, schäbig und krank muss ein Vorgesetzter sein, um seinen Außendienstler so zu betrügen? Das war auch schon kein Kavaliersdelikt mehr, sondern meiner Meinung nach vorsätzlicher Betrug am eigenen Mitarbeiter. Natürlich, es gibt in jeder Branche 1.000 Tricks, eine Statistik zu manipulieren. Nicht umsonst heißt es, trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast und ich würde auch nicht ausschließen, dass so etwas auch mal bei SPHE vorgekommen ist, nur wurde es da später wieder ausgeglichen. In den fast 20 Jahren lag mein Jahresgehalt immer auf dem vorher besprochenen Niveau, weshalb es auch nie ein nachverhandeln gab, außer von den Kollegen, die den Hals nicht vollbekommen haben.

In den vielen Gesprächen mit Malisa S. bei SPHE, hat sie mir oft ihr Leid geklagt, wenn die Vorgaben aus USA für einen Titel mal wieder völlig illusorisch waren. Da konnte es durchaus passieren, dass sie den Umsatz für einen Titel planen musste, der noch gar nicht gedreht war.

Regisseur X dreht demnächst mit den Schauspielern Y und Z in der Hauptrolle einen Film über das Liebesleben der Weinbergschnecke und dessen Auswirkung auf die Binnenschifffahrt. Davon wollen wir in Deutschland eine Million Stück ausliefern und anschließend soundso viel Millionen mit den TV Rechten generieren. Kalkuliere den Abverkauf im Rental- und im Retailbereich unter Berücksichtigung von X, Y und Z.

Ob der Film letztendlich erfolgreich im Kino läuft und dadurch eine erfolgreiche Home Entertainment Vermarktung überhaupt erst möglich zu machen, interessiert die Mutterkonzerne dabei nicht. Es gibt so viele Faktoren, die ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg eines Films sind und nicht selten liegen die Verantwortlichen mit ihren Einschätzungen völlig daneben, aber das ist im realen Leben nicht anders. Ich kann noch so gut und genau planen, wenn es das Schicksal nicht will, schmeißt es mir einen oder mehrere Knüppel zwischen die Beine und ich verfehle mein Ziel. C`est la vie.

Zurück ins Jahr 2011. Meinen Außendienstkollegen war mein Kleinkrieg mit Jürgen und Kai natürlich nicht verborgen geblieben und ich habe mit ein paar von ihnen auch sehr viele, intensive Telefonate geführt. Der Tenor war dabei immer der Gleiche. Jürgen O. ist ein Ar…loch und Kai R. zu dumm, um aus dem Bus zu gucken. Leider hatten die Kollegen aber auch viel zu viel Angst um ihren Job, als dass sie etwas dagegen unternommen hätten. Hier und da hatte es zwar schon den einen oder anderen Disput gegeben, aber im Großen und Ganzen hatten sie am Ende doch nach- oder besser gesagt aufgegeben. Ich habe und hatte dafür absolutes Verständnis. Als Familienvater, vielleicht noch mit nicht abgezahltem Eigenheim oder teurer Mietwohnung, überlegt man sich dreimal, ob man in die Hand beißt, die einen füttert. Ganz davon abgesehen herrschte auch eine viel zu große Uneinigkeit und Disharmonie unter den Kollegen. Angenommen sie hätten sich wirklich zusammengetan und beschwert und es hätte sich auch nur einer vom Gegenteil überzeugen lassen, hätten alle anderen die Ar…karte gehabt. Das kannte ich leider auch von SPHE bzw. glaube ich, dass es, zumindest ähnlich, in jedem Unternehmen so ist. Die Oberen sitzen nun mal am längeren Hebel und niemand ist unersetzlich.

Die Einstellung von Herrn R. war mir, trotz aller nur möglichen Hilfe, die ich von ihm bekommen habe, bekannt und auch dafür hatte ich Verständnis. Er hatte sein Leben lang geschuftet und da beendet man seine Laufbahn nicht mit einem Kleinkrieg, weil dem Vertriebsleiter die Nase eines Außendienstmitarbeiters nicht mehr passt, der darüber hinaus erst gerade im Unternehmen angefangen hatte. Also machte ich weiter meinen Job, wenn auch lange nicht mehr mit der Begeisterung und der Freude, wie ich es selbst von mir gewöhnt war. Wahrscheinlich war ich zu dem Zeitpunkt auch schon am Beginn meiner Depression und mittendrin in einem Burnout, obwohl ich da noch nicht wusste, dass mir das Schlimmste noch bevorstand.

Als im Herbst 2011 die Jahresgespräche mit den Kunden für 2012 anstanden, fragte mich mein Freund Frank S. vom Kölner Hansaring, ob er das Gespräch mit mir macht, oder ob Jürgen O. aus München eingeflogen kommt. Bei SPHE hatte ich die Jahresvereinbarungen verhandelt, weil mir sowohl Malisa S., als auch die jeweiligen Vertriebsleiter vertrauten. Bei EuroVideo war das von Anfang an völlig anders und so bestand Jürgen O. natürlich darauf, dass er das Jahresgespräch führt. Gnädigerweise durfte ich aber dabei sein, wahrscheinlich um vom Meister persönlich zu lernen.

Frank und ich machten einen Termin aus und ich informierte Jürgen darüber. Besser wäre es zwar gewesen, wenn er den Termin vereinbart hätte, aber so weit dachte er nicht, vielleicht konnte er es auch gar nicht. Wir leben nun mal alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht unter dem gleichen Horizont. Prompt musste ich den Termin nochmal verschieben, weil Jürgen lieber einen Flug später aus München nehmen wollte, schließlich war der dann 50,-€ günstiger.

Am Tag des Jahresgesprächs habe ich ihn in Köln Bonn abgeholt und bin mit ihm zum Kölner Hansaring gefahren. Auf der gesamten Fahrt haben wir kein einziges Wort miteinander gesprochen. Kein wie gehts, kein wie ist die Stimmung im Markt, stattdessen telefonierte er mit Kai und ließ sich von dem noch ein paar Umsatzzahlen durchgeben.

Wir waren ca. 30 Minuten vor dem vereinbarten Termin da, hatten also noch genug Zeit eine zu rauchen.

Was dann folgte, war das erniedrigendste, widerlichste, abartigste und menschenverachtendste, was mir in meinem ganzen Leben passiert ist.

Wir stehen Schulter an Schulter vor dem Videohaus am Hansaring und rauchen schweigend unsere Zigarette, als er sich plötzlich zu mir umdreht, mich ansieht, das Bein hebt und laut in meine Richtung furzt.

Im ersten Moment war ich viel zu perplex, um überhaupt irgendwie darauf zu reagieren und habe wohl auch erst am Abend begriffen, was da überhaupt passiert war.

Beim Jahresgespräch, an dem auch immer die Geschäftsführer der Märkte teilnehmen, lieferte er dann einen weiteren Beweis seiner Unfähigkeit und Inkompetenz. Verhandelt wurde nicht. Der Geschäftsführer nannte die Anzahl der Stapelplätze die er für EuroVideo und Concorde vorgesehen hatte und den Betrag, den er dafür haben wollte und Jürgen trug das 1:1 in die Jahresvereinbarung ein, die er anschließend unterschrieb und sich vom Geschäftsführer gegenzeichnen ließ. Davon wurden dann Kopien gemacht, eine für den Markt, eine für Jürgen, eine für Frank S., den Verkaufsleiter und eine für mich. “Wir bedanken uns fürs Gespräch und wünschen eine angenehme Heimfahrt”. So schnell und einfach hatte der Saturn Markt wahrscheinlich noch nie sein Geld von der Industrie bekommen.

Ich fuhr Jürgen dann so schnell wie möglich zurück zum Flughafen, wieder schweigend, auch wenn er diesmal kurz den Versuch unternahm, mir sein „Verhandlungsgeschick“ zu erklären, aber als er merkte, dass mich das überhaupt nicht interessiert, hat er es zum Glück schnell aufgegeben.

Die Tage und Wochen danach waren die Hölle. Ich hörte überall Fürze, kurze, lange, laute, leise, stinkende Fürze, die mich sogar nachts im Schlaf verfolgten. Wenn ich jemand davon erzählte, gab es immer die gleichen Reaktionen. Erst ungläubiges, fast schon fassungsloses Staunen und dann den Satz „und, was hast du gesagt bzw. getan?“. Alle Männer hätten Jürgen gleich aufs Maul gehauen und die Frauen ihm eine gescheuert, oder in die Weichteile getreten. Ich habe nichts dergleichen getan, sondern geschwiegen, wahrscheinlich, weil ich es selbst nach Wochen und Monaten noch nicht wahrhaben wollte, oder weil ich geglaubt habe, es vergessen zu können, aber das geht nicht. So wie die Geburt meines Sohnes, der Double Gewinn meines Lieblingsclubs, die erste Freundin, das erste Auto, oder der erste Job unauslöschlich in meinem Gehirn eingebrannt sind, so ist das auch mit diesem Furz vor dem Saturn am Kölner Hansaring.

Kam ich von meinen Touren nach Hause und fand eine Mail von ihm in meinem Postfach, zitterten mir die Knochen, klingelte das Bürohandy und ich sah seine Nummer, bekam ich Panik. Ich wollte diesen Mann nicht mehr sehen, hören oder lesen, auch wenn ich wusste, dass das nicht lange gut geht und ich ihn spätestens auf der nächsten Tagung wiedersehen musste.

Immer häufiger sagte ich meine vereinbarten Termine ab, selbst bei den Kunden, zu denen ich immer gerne gefahren bin und schickte ihnen stattdessen eine Mail mit den Neuheiten von EuroVideo und Concorde, mit der Bitte mir den Auftrag zuzufaxen. Die von mir abgezeichneten Retourenanträge habe ich gleich mit angehängt. So war der Markt immer „sauber“ und hatte keinen Grund in Ismaning anzurufen und danach zu verlangen. Da war mir Olivers Weigerung ans Telefon zu gehen natürlich zusätzlich eine Hilfe. Hier und da landete ein Kunde dann zwar bei einem Anruf mal bei einem anderen Innendienstkollegen oder bei Kai R., aber das war eher selten der Fall.

Die alljährliche Weihnachtstagung, diesmal 3 Tage vor Heilig Abend, incl. der Weihnachtsfeier habe ich irgendwie überlebt, anders kann ich es nicht sagen. Ich habe nur das Nötigste gesprochen, bin Jürgen und Kai so gut es ging aus dem Weg gegangen, habe mich auch gleich nach dem Essen von der Weihnachtsfeier verabschiedet und bin gleich am nächsten Morgen mit der erstmöglichen Maschine nach Hause geflogen. Wer mich kennt der weiß, dass das ein absolut ungewöhnliches Verhalten von mir ist bzw. war.

Jürgen hatte es geschafft, er hatte mich gebrochen, jegliche Job- und Lebensfreude vernichtet und ich weiß bis heute nicht woher ich die Kraft genommen habe, im Januar 2012 wieder in Kundschaft zu fahren.

2012 erscheint in Kürze

10 Kommentare zu “Das Ende eines Traums – Teil 6 – das Jahr 2011

    • Das will was heißen bei Dir, alter Freund. Mir ging es aber genauso und Du weißt, dass ich nun wirklich nicht auf den Mund gefallen bin. Liebe Grüße 🙂

  1. Petra Hahn

    Was für Ar…löcher . Ich habe noch nie beim lesen eine solche Wut verspürt , wie heute . Karma is a Bitch und ich hoffe , sie werden es zu spüren bekommen.
    Wieder toll geschrieben , Manni . Chapeau

    • Manni Schmitz

      Danke schön, liebe Petra. Du hast vollkommen Recht, “Karma is a bitch” und an ausgleichende Gerechtigkeit glaube ich schon lange nicht mehr. Dafür habe ich leider viel zu oft erleben müssen, dass genau diese Kreaturen ungestraft davonkommen. Liebe Grüße 🙂

  2. Was gibt es doch für widerliche,gemeine
    und abartige Menschen?!!!
    Ich hoffe immer,das jeder das bekommt was er verdient…!!
    Bin auch sprachlos….
    und das soll was heißen!!
    Das Leben kann manchmal
    so ungerecht sein!
    Drück dich
    du liebes Menschenkind.😘💝

    • Manni Schmitz

      Danke schön auch Dir, liebe Karin. Wenn ich es nicht genau so erlebt hätte, würde ich es wahrscheinlich selbst nicht glauben. Bei mir kam leider erschwerend hinzu, dass der Geschäftsführer, so kurz vor seinem verdienten Ruhestand, nichts mehr unternehmen wollte, aber selbst wenn, wäre ich da wohl eh nicht (mehr) glücklich geworden. Ich drück Dich ganz lieb zurück :-*

  3. … irgendwann werden die Leichen dieser armseligen Kreaturen vorbeitreiben.

    • Manni Schmitz

      Ich hoffe es, liebe Renate, auch wenn unsere Flüsse schon genug verschmutzt sind und von so einem menschlichen Müll verschont bleiben sollten. Liebe Grüße 🙂

  4. Großer Bruder, ich bin schockiert, welch fachlich und menschlich inkompetente Arschlöcher Dir da begegnet sind 😢 Das ist Mobbing hoch 3. Kein Wunder, dass Dich das umgehauen hat. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dir alles von der Seele schreiben und damit den Schmerz löschen kannst. Solche Kreaturen sind es nicht wert, kostbare Gedanken und Lebenszeit an sie zu verschwenden! Wie immer absolut genial und fesselnd geschrieben! Schade, dass die Story dahinter wahr ist…

  5. Manni Schmitz

    Danke schön, kleine Schwester, man kann den Menschen leider immer nur bis vor die Stirn sehen und trifft halt manchmal auch die völlig falschen Entscheidungen. Ich werde mir sicher nicht alles von der Seele schreiben können, dafür ist das viel zu tief in ihr und meinem Herzen eingebrannt. Du weißt ja, ich kann alles verzeihen, aber nichts vergessen 🙁

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